Prolaktinom

Neurochirurgie

Direktor:
Prof. Dr. med. Michael Buchfelder

Prolaktin-sezernierende Hypophysenadenome

Die Prolaktin-sezernierenden Hypophysenadenome (Prolaktinome) sind die häufigsten hormonaktiven Hypophysenadenome. Typische Symptome sind Zyklusstörungen, Milch- bzw. Sekretfluss aus der Brust, Minderung der Libido und Verlust der Körperbehaarung. Die Therapie des Prolaktinoms ist eine Domäne der medikamentösen Therapie mit Dopamin-Agonisten (Bromocriptin, Quinagolid bzw. Cabergolin).

Auch Visus- und Gesichtsfelddefizite sind bei einem soliden Prolaktinom noch keine dringende Operationsindikation, da die Gabe von Dopamin-Agonisten zu einer raschen Minderung des Tumorvolumens und zu einer Dekompression der Sehbahn führen kann. Operative Therapien werden in der Regel erst bei fehlendem Ansprechen des  Adenoms (keine Größenreduktion, keine normalen Prolaktinspiegel) auf die Therapie, bei überwiegend zystischen Adenomen oder bei Unverträglichkeit der medikamentösen Therapie notwendig.

 
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