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Schwerpunkte

Translationale und klinische Forschung

Robotik und Technologie

Neuromodulation und Konnektivität

Intraoperative Diagnostik und Therapie

Wissenschaft und Innovation sind ein wesentlicher Bestandteil universitärer Neurochirurgie. Unser Ziel ist es, neue Erkenntnisse nicht nur zu gewinnen, sondern sie möglichst unmittelbar für die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten nutzbar zu machen. Deshalb verstehen wir Forschung als einen kontinuierlichen Prozess, der von der Grundlagenwissenschaft über präklinische Modelle und technologische Entwicklung bis hin zur klinischen Anwendung und Evaluation reicht.

Die wissenschaftliche Arbeit unserer Klinik konzentriert sich auf vier eng miteinander vernetzte Schwerpunkte: Translationale und klinische Forschung, Robotik und Technologie, Neuromodulation und Konnektivität sowie intraoperative Diagnostik und Therapie. Diese Themen werden nicht isoliert bearbeitet. Vielmehr arbeiten die verschiedenen wissenschaftlichen Arbeitsgruppen unserer Klinik fachübergreifend zusammen und bringen ihre jeweilige Expertise in gemeinsame Projekte ein. Dadurch entstehen wichtige Synergien zwischen Grundlagenforschung, Technologieentwicklung und klinischer Neurochirurgie.

Im Bereich der translationalen und klinischen Forschung untersuchen wir die biologischen Grundlagen neurochirurgischer Erkrankungen und entwickeln neue diagnostische und therapeutische Ansätze. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Überführung experimenteller Erkenntnisse in klinische Studien und neue Behandlungskonzepte. Gleichzeitig fließen klinische Fragestellungen und Beobachtungen unmittelbar zurück in unsere Forschungsprojekte. Auf diese Weise entsteht ein direkter Austausch zwischen Labor und Patientenversorgung.

Mit Robotik und Technologie beschäftigen wir uns mit der Entwicklung und klinischen Integration neuer technischer Verfahren in der Neurochirurgie. Dazu gehören unter anderem robotische Assistenzsysteme, Navigation, Sensorik, Bildgebung sowie datenbasierte und automatisierte Verfahren. Ziel ist es, operative Eingriffe präziser, reproduzierbarer und sicherer zu gestalten und neue Möglichkeiten für die neurochirurgische Therapie zu erschließen.

Der Schwerpunkt Neuromodulation und Konnektivität widmet sich der gezielten Beeinflussung neuronaler Netzwerke sowie dem besseren Verständnis ihrer funktionellen Organisation. Moderne Bildgebung, elektrophysiologische Verfahren und innovative Stimulationskonzepte werden miteinander verbunden, um Erkrankungen des zentralen Nervensystems besser zu verstehen und neue individualisierte Therapieansätze zu entwickeln.

Im Bereich der intraoperativen Diagnostik und Therapie erforschen wir Verfahren, mit denen bereits während eines operativen Eingriffs zusätzliche diagnostische Informationen gewonnen und unmittelbar für therapeutische Entscheidungen genutzt werden können. Dazu gehören beispielsweise die molekulare Charakterisierung von Gewebe, innovative Bildgebungsverfahren und die Entwicklung personalisierter Behandlungsstrategien. Ziel ist es, Diagnostik und Therapie zunehmend miteinander zu verzahnen und Entscheidungen bereits während der Operation auf eine möglichst umfassende Informationsgrundlage zu stellen.

Als universitäre Neurochirurgie verstehen wir es als unsere Aufgabe, die Medizin von morgen aktiv mitzugestalten. Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse konsequent weiterzuentwickeln und den Weg von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung am Patienten möglichst kurz zu halten. Forschung ist für uns damit kein eigenständiger Bereich neben der klinischen Versorgung, sondern ein zentraler Bestandteil einer modernen, innovativen und patientenorientierten Neurochirurgie.