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Hypophysentumore

Die Arbeitsgruppe Hypophysentumoren-Neuroendokrinologie verfügt über ein Endokrinologisches Labor und ein Molekularbiologisches Labor, sowie eine reichhaltige apparative und instrumentelle Austattung für operative Eingriffe im Sellabereich. Die experimentellen, laborchemischen Projekte richten sich auf den Nachweis pathophysiologisch relevanter Mutationen von regulatorischen Genen bei Hypophysenadenomen und den Einflüssen von Wachstumsfaktoren oder inhibitorischen Substanzen auf Proliferation und Sekretion dieser Geschwülste. Klinisch wird der Einfluß operativer und radiotherapeutischer Verfahren auf die normale Hypophysenfunktion und Übersekretionszustände untersucht, wobei sich zur Dokumentation der Veränderungen über längere Zeit hinweg die Betreuung der Patienten in der von der Neurochirurgischen Klinik seit 1982 angebotenen Hypophysensprechstunde anbietet. Die Effektivität neuer intraoperativer Technologien bei Operationen von Hypophysenadenomen und Kraniopharyngiomen wird geprüft. Dazu gehört auch die Verwendung endoskopischer Operationsverfahren, insbesondere der endoskopisch-assistierten Mikrochirurgie und die Anwendung der intraoperativen Kernspintomographie, mit der die Möglichkeit zur Resektionskontrolle auch bei intra- und suprasellären Tumoren zur Verfügung steht. Durch klinische Langzeituntersuchungen soll die Rezidivhäufigkeit nach kompletter und inkompletter Resektion dieser Geschwülste in Abhängigkeit von verschiedenen prognostischen Faktoren ermittelt werden.

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Auf transsphenoidalem Wege lassen sich auch große und ausgedehnte Hypophysenadenome komplett entfernen, wie dieses Beispiel eines hormoninaktiven Hypophysenadenoms bei einem 57-jährigen Patienten zeigt, das neben einer intrasellären Ausdehnung auch erheblich nach suprasellär entwickelt ist.

 
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Nach der transsphenoidalen Resektion, bei der die Hypophyse im Sinne einer selektiven Adenomentfernung erhalten werden konnte, hat sich eine Herniation der Arachnoidea der basaslen Zisternen in den Sellabereich hinein entwickelt. Man sieht den Hypophysenstiel durch die liquorgefüllte ehemalige Resektionshöhle zu dem am Sellaboden komprimierten Rest der normalen Hypophyse hinuntertreten.