3-dimensionale Darstellung eines Tumors (rot), der im Gyrus praecentralis gelegen ist. Die funktionellen Daten aus Magnetoencephalographie (MEG) und funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRI) für die motorische (MEF und MEA) und die sensorische Region (SEF und SEA) zeigen die genaue Lokalisation des Sulcus centralis an.
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Der Arbeitsgruppe Neuronavigation / Computer Assisted Surgery (Ansprechpartner: Prof. Dr. M. Buchfelder und Prof. Dr. O. Ganslandt) stehen derzeit 2 Navigationssysteme (Pentero, Zeiss mit Vectorvison2 und VectorvisionSky BrainLab) sowie die intraoperative Magnetresonanztomographie mit einem 1,5 Tesla MR Scanner (Magnetom Sonata Maestro class, Siemens) zur Verfügung.
Die Neuronavigation wird bei Operationen von Tumoren und Angiomen in eloquenten Hirnarealen, im Rahmen der Epilepsiechirurgie, bei der Schädelbasis- und Sellachirurgie sowie zu Biopsien und interventioneller Therapie eingesetzt. Dabei bietet die intraoperative Kernspintomographie die Möglichkeit zur Resektionskontrolle, sowie die Anwendung interventioneller Methoden. Das Erstellen intraoperativer Bilder für die Neuronavigation ermöglicht die Kompensation des während der Operation auftretenden Brain-Shift.
Mitglieder der Arbeitsgruppe sind: Prof. Dr. M. Buchfelder, Prof. Dr. O. Ganslandt, Dr. B. v. Keller, Dr. D. Weigel und aus dem Bereich Bildgebung und Bildverarbeitung des Neurozentrums (Physiker/Informatiker/Ingenieure) Dr. P. Grummich, PD Dr. P. Hastreiter, PD Dr. A. Stadlbauer). Daneben bestehen innerhalb der Universität unter anderem enge Kooperationen mit der Neuroradiologischen Abteilung, der Neurologischen Klinik (Epilepsiezentrum), dem Institut für Graphische Datenverarbeitung und der Medizinischen Physik.
U.a. werden Untersuchungen zur Anwendbarkeit der verschiedenen Methoden in der Neurochirurgie und ihres Nutzens durchgeführt. Dabei liegen Schwerpunkte auf Untersuchungen zur intraoperativen Anwendung der Hochfeld-MR-Technologie im Vergleich zu den Ergebnissen der zuvor eingesetzten Niederfeld-Magneten, der Genauigkeit (accuracy), zur Segmentierung und Registrierung der Bilder, auf der Einbindung funktioneller Daten wie MEG (Dr. P. Grummich) und fMRI (matching), Untersuchungen zum Brain-Shift (Dr. Hastreiter) und dessen intraoperativer Kompensation (intraOP MRI), sowie Untersuchungen zur Resektionskontrolle.
Ziele dabei sind durch die erhöhte intraoperative Präzision sowie das verbesserte Verständnis der individuellen Anatomie insbesondere unter Einbindung funktioneller Methoden gewisse Operationen überhaupt erst zu ermöglichen und darüberhinaus neben einer Verkürzung des postoperativen Verlaufes eine Reduktion der Morbidität zu erzielen.
Beispiele
Intraoperative Resektionskontrolle mit dem Hochfeld-MR (1,5 Tesla) bei einem Patienten mit einem Niedergradigen Gliom (präoperative Bilder: a/c), die intraoperativen Bilder zeigen die komplette Entfernung. Bitte beachten Sie die deutliche bessere Bildqualität in diesen Bildern verglichen mit dem Beispiel darüber (0.2 Tesla).
Dreidimensionale farbkodierte Visualisierung des Brain Shift bei einem Konvexitätsmeningiom. Die Orte der stärksten Verlagerung sind mit grün und rot kodiert.
Die intraoperative Magnetresonanztomographie ermöglicht eine exakte Bestimmung des Ausmaßes des Brain Shift und erlaubt durch den Update der Navigation auch die negativen effekte auf die Genauigkeit der Neuronavigationssysteme auszugleichen.






